Die Volierenbewohner und wie alles begonnen hatte.


Das Ganze begann durch Andys Wunsch nach Zebrafinken.
Als wir noch in ca 16qm wohnten, äußerte Andy den Wunsch, wieder Zebrafinken zu halten sobald wir ausreichend Platz anzubieten hätten.
Kurz nach dem Kauf unseres Hauses kam Daniela auf die Idee, einen Käfig und 2 Pärchen Zebrafinken, künftig ZFs genannt, zu kaufen.
Durch Ihren Bruder und dessen Freundin sah Daniela dann das erste mal ein Streifenhörnchen.
Nach einigen Tagen intensiver Informationssuche stellte sich heraus, dass wir die Anforderungen an einen Streifenhörnchenhalter leicht erfüllen können.
Dann begann die Suche nach einem Züchter.
Dabei kam Andy die Idee, eine große Voliere zu bauen und die ZF`s und das Streifi zusammen zu halten.
Allerdings gab es da eine große Skepsis was das Überleben der einzelnen Arten anging, besonders der ZFs.
Nach kurzer Suche fanden wir einen Züchter bei dem diese Konstellation schon drei Jahre gut ging, er sich öffentlich nicht mehr äußern wollte, da er in einigen Foren bisher nur beschimpft wurde.
Nach längerem Mailverkehr entschlossen wir uns, es auch zu probieren und für den Fall der Fälle die ZFs wieder heraus zu nehmen.
Dann die freudige Nachricht wir hatten ein Züchterpaar gefunden, dass ein junges Streifi abzugeben hatte.
Diese Nachricht ließ den Bau der Voliere noch schneller voran schreiten.
Kaum war diese fertig eingerichtet, kamen die ZF`s ins neue Heim.
Am Anfang hatten diese echte Probleme vom Boden auf die oberen Äste zu fliegen, da sie immer nur in kleinen Käfigen gehalten wurden.
Nach einer Woche legte sich das schnell und sie wurden zu wahren Luftakrobaten.
Wir konnten es kaum erwarten Erwin abzuholen, doch dann war es endlich soweit.
Mit den Eltern von Daniela zusammen ging es dann zu den Züchtern.
Kaum Zuhause angekommen gab es eine wahre Offenbarung des Lachens.
Die sonst so scheuen Zebrafinken flogen auf den niedrigsten Ast und begutachteten den neuen Mitbewohner, ohne ihr Umfeld zu beachten.
Ich konnte sie mit bloßen Händen von den Ästen stumpen.
Ihre Hälse drehten sich in die unmöglichsten Positionen, um ja nichts zu verpassen.
Erwin hingegen war völlig unbeeindruckt von den ZFs und erkundete erstmal wahnsinnig neugierig die Voliere.
Er ging mit dem Sonnenuntergang in die Baumstammhöhle und der erste Tag ging vorüber.
In der ersten Woche hatte Andy Nachtdienst, was die Überwachung begünstigte und seine Neugierde aufs Streifenhörnchen beglückte.
Die ZF`s hatten sich einen Tag später auch schon dran gewöhnt, dass da so ein kleiner Wirbelwind durch die Voliere flitzt.
Aber irgendwie sind sie nie so richtig aufeinander zu gegangen.
Das ein oder andere Mal konnte man aber beobachten wie sie sich ungeachtet sehr nahe kamen und beide voreinander ausgewichen sind.
Bis auf einmal, Erwin lag auf dem Baumstamm und sonnte sich.
Völlig unbeeindruckt von dem platten Hörnchen meinte ein ZF auch ein Sonnenbad nehmen zu müssen und landete nicht einmal einen cm neben Erwin.
Dieser stellte sich auf, weil er merkte das ihm da etwas auf den Pelz rückt und der Fink erschrak das der Baum plötzlich wächst.
Mit einem riesen Geschrei flog er weg und Erwin legte sich wieder in die Sonne als währe nichts gewesen.
Im Herbst hatte Erwin nichts besseres zu tun, als uns etwas ruppiger zu behandeln man nennt es wohl herbsteln, aber zwischen den Finken und Erwin war alles wie gehabt, auch wenn Erwin es fertig brachte das komplette Vogelfutter zu vergraben.
Die Finken bildeten dann einen Kreis um die Stelle und versuchten es wieder auszugraben, mit mäßigem Erfolg.
Es dauerte auch nicht lange, da hatten wir wieder Grund zur Sorge, da sich die Zebrafinken im gleichen Häuschen breit gemacht hatten in dem auch Erwin schläft.
Aber auch da gab es keine Probleme, um genau zu sein gar keine.
Die Finken hatten genau in dem Häuschen auch noch die tolle Idee Nachwuchs zu bekommen.
Erwin musste, um das Haus zu verlassen, über das Nest mit dem Jungen laufen und wurde von dem Jungen jedesmal um Futter angebettelt.
Er schnupperte aber ging einfach weiter.
Der Nachwuchs schmierte jedoch irgendwann mal ab beim ersten Flugversuch und landete unsanft auf dem Boden.
Das andere Pärchen hatte leider nichts besseres zu tun als das junge tot zu hacken.
Als wir das Junge heraus nehmen wollten, hüpfte Erwin zu ihm hin und schnupperte dran und blieb bei ihm sitzen, ohne etwas zu tun.
Wir nahmen es dann raus.
Wenige Wochen später hatte das Mörder-ZFpärchen dann selber Eier im Nest.
Alle schlüpften und entwickelte sich prächtig. Erwin sah gelegentlich ins Nest, aber mehr im zufälligen vorübergehen.
Eines Tages war ein Junges weg, da hatte es schon den ersten festeren Pflaum, da stellte sich die Frage ob Erwin ihn geholt hatte.
Andy spielte schon mit dem Gedanken der Trennung, da entdeckte Andys Mutter die zufällig da war, ein Junges auf dem Boden.
Sie meinte es wäre wohl runtergefallen.
Das beste daran war aber, als Andy durchzählte stellte sich heraus, es war der Vermisste, der auf dem Boden weiter gefüttert wurde.
Sie begannen ihre ersten Flugübungen und entwickelten sich prächtig, mittlerweile sind sie von den alten Piepmätzen nicht mehr zu unterscheiden.
Es leben jetzt 7 Zebrafinken in der Voliere von einstmals 4.
Nachwuchs sei Dank.
Zu Andys Geburtstag hat ein neues Weibchen einzug in die Voliere gehalten,
um den Bestand auf die Zielgröße von 4 Pärchen zu bringen.

Ein mittlerweile ehemaliges Mitglied eines nicht näher zu nennenden Streifenhörnchen Forums,
in dem es nicht sehr sozial zugeht und man nicht offen für Neues ist,
hat uns beim Veterinäramt und dem Tierschutz angezeigt wegen unserer Vergesellschaftung.
Daraufhin fand ein recht nettes Gespräch statt zu dem Thema und es kam folgendes dabei heraus:
Die Zucht währe sehr bedenklich da Erwin durch das Finkennest spaziert.
Da muss ich der guten Frau ohne Ausnahme Recht geben ich fand das auch nicht so toll.
Aber es verdeutlicht noch einmal das Erwin selbst da keinerlei "Mordanschläge" verübt hat,
obwohl die frischgeschlüpften Jungtiere ihm quasi zu Füßen lagen.
Da wir eh keinen Nachwuchs mehr in Betracht ziehen
und wir die Jungtiere nicht verkaufen wollen,
um uns nicht mit dem Thema Inzucht zu behaften,
hatte ich der netten Frau versprochen,
dass wir keine Nester mehr zulassen werden und die Zucht unterbinden.
Das bedeutet, es gibt nur noch Nistmaterial für Erwin.
Die Häusschen für Erwin werden so gebaut,
dass die Zebrafinken sie nicht betreten.
Gegen eine Zusammenhaltung der beiden Arten gibt es von ihrer Seite jedoch keine Bedenken.
Daher bin ich im Nachinein dankbar, dass man uns dort gemeldet hat.
So wissen wir jetzt auch von offizieller Seite, dass es da keine Bedenken gibt.


Eine kleine Bildergallerie zu den Bewohnern:




Hier noch ein paar Videos von unseren Bewohnern:
{ Video1 }{ Video2 }{ Video3 }{ Video4 }{ Video5 }{ Video6 }{ Video7 }{ Video8 }


Der Volierenneubau!

Unsere alte Voliere steht leider direkt in der Balkontür, die aus Holz ist und vor unserer Zeit alles andere als gut gepflegt wurde.
Jetzt ist sie durchgegammelt und muss ersetzt werden, dazu muss die Voliere leider da weg.

Der Bau hat am 09.07.2009 begonnen.

Bisherige Arbeitszeit:
09.07.09 - 8 Std.
10.07.09 - 10 Std.
11.07.09 - 7 Std.
13.07.09 - 12 Std.
14.07.09 - 11 Std.
18.07.09 - 6 Std.
20.07.09 - 12 Std.
21.07.09 - 5 Std.
22.07.09 - 13 Std.
__________________
Gesammtzeit: 84 Std.

Bisher belaufen sich die Materialkosten auf: 293,28 Euro

Materialien im Einzellnen:
Stahldraht Punktgeschweißt 12,7mm x 12,7mm 1,05mm dick Feuerverzinkt, Balken 58x58x2500 OSB-Platten in 12 und 22mm Spaxschrauben 4x60 T20 sowie 6x120 T30 und die üblichen Trockenbauschrauben 3,9x35 sowie 12 kleine Winkel, 500Kg Quarzit 2/5 Gerundet und gewaschen und Einschaubösen.

Als Werkzeug kam bisher zum einsatz:
Kreissäge mit feiner Zahnung (franst das Holz nicht so aus) für die OSB-Platten.
Eine Oszilierende Säge, die aber nur als Dreieckschleifer zum Einsatz kommt.
Die Balken schleife ich mit einem Schwingschleifer durch mit 40er 80er und zu guter letzt 120er Schleifpapier.
Zugesägt werden sie mit einer Japansäge.
Angezeichnet mit einem Winkel und einer Schmiege.
Dann Akkuschrauber Wasserwaagen 200cm, 60cm und 30cm, Tacker, Seitenschneider, Hammer das übliche halt.

Die Größe der Voliere:
Auf einer Fläche von ca. 3m2 ist sie 2,5m hoch und auf einer Fläche von ca. 1m2 1,6m.
Was einer Gesammtfläche von ca. 4m2 entspricht und einem Volumen von 9,1m3

Hier seht ihr den Volierenbau der neuen Voliere,
deren Bau am begonnen hat.



Hier seht ihr den Volierenbau der ersten Voliere.